Zu spät. Das sagt Jochen Oltmer, wenn man ihn nach dem "Pull-Faktor" fragt - was denn dran ist an dieser These, die so einfach und logisch klingt: Migranten machen sich in Afrika auf den Weg übers Mittelmeer nach Europa, weil sie wissen, dass sie von hilfsbereiten Menschen auf privaten Rettungsschiffen aus dem Wasser gezogen werden. Die These vom lockenden Faktor ist allgegenwärtig in der deutschen und europäischen Asylpolitik, oft kommt sie mit dem Stichwort "Anreiz" daher: Um "falsche Anreize" zu vermeiden, werden Sozialleistungen gekürzt, werden Flüchtlinge über viele Monate in großen Unterkünften einquartiert. Die europäische Grenzschutzagentur "Frontex" vermutet einen Pull-Faktor, Europa blockiert die Seenotretter von Sea-Watch und Sea-Eye und wie sie alle heißen, Italien sperrt seine Häfen. Entlastet das Europa? weiterlesen
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